Startseite/Anwaltsberatung, Gründung/Startup Memoresa: digitaler Aktenschrank ermöglicht Regelung von digitalem Nachlass

Das Leben spielt sich zunehmend auch im digitalen Raum ab, entsprechend hinterlassen wir dort auch immer mehr Spuren. Das Leipziger Startup Memoresa will einfach regeln, was nach dem Ableben mit unserer digitalen Hinterlassenschaft passiert.

Gegründet wurde das Unternehmen 2019 von Jörg Schädlich und Steffen Stundzig. Ein schwerer Fahrradunfall hatte Stundzig veranlasst, sich darüber Gedanken zu machen, wie er sein digitales Erbe im Falle eines Falles für die Hinterbliebenen einfach und schnell zugänglich machen könnte. Und in unserem Leben gibt es immer mehr, das ausschließlich digital vorliegt, zum Beispiel:

  • Domains, Blogs, Internetauftritte
  • Email-Accounts, Medien in Cloudspeichern
  • Soziale Netzwerke und Chat-Dienste
  • Profile in Datingportalen
  • Abos für Software oder Apps

Digitaler Nachlass

Im Todesfall macht Memoresa den Erben die hinterlegten Daten dem Auftrag entsprechend zugänglich – oder auch nicht. Sollen die Hinterbliebenen keinen Einblick in private Profile, Chats und Emails erhalten, so kümmert sich das Unternehmen diskret um die Kündigung von Abos oder das Löschen von Profilen und Accounts. Das Vorgehen kann zu Lebzeiten detailliert im Vertrag geregelt werden. Damit im Ernstfall alles reibungslos ablaufen kann, wird eine Vollmacht und eine Verfügung beim zentralen Testamentregister hinterlegt, Memoresa wird dann automatisch vom Todesfall informiert.

System für Digitale Ordnung

Es muss aber nicht immer gleich vom Äußersten ausgegangen werden. Memoresa ist primär eine Plattform, auf der man alle Dokumente digital hinterlegen, bündeln und verwalten kann. Man kann seine Unterlagen dazu selbst digitalisieren und hochladen, das Unternehmen bietet aber auch einen Digitalisierungsservice inklusive Abholung und Rücklieferung aller Papiere.

Typische Dokumente für die Digitalisierung sind

  • Verträge
  • Urkunden
  • Rechnungen
  • medizinische Unterlagen
  • Ausweise

Sämtliche Dokumente, Dateien und Informationen können in Memoresa geordnet abgelegt werden. So hat man selber einen besseren Überblick, Dokumente können von unterwegs abgerufen und auch geteilt werden. Bei einem Unfall kann man den behandelnden Ärzten sofort medizinische Unterlagen zur Verfügung stellen oder hat im Urlaub bei Verlust des Reisepasses zumindest eine digitale Kopie vorzuweisen.

DSGVO-Konforme Speicherung und Rechtssicherheit

Die Nutzerdaten werden ausschließlich auf Servern in Deutschland gespeichert. Außerdem arbeitet das Unternehmen mit einer Sicherheitsfirma zusammen, um bestmögliche Sicherheit gegen Hackerangriffe zu gewährleisten. Komplett vor Zugriff durch Mitarbeiter sind die Nutzerdaten allerdings nicht geschützt – da im Nachlassfall mit den Dokumenten gearbeitet werden muss, müssen ausgewählte Mitarbeiter auch darauf zugreifen können. Memoresa sorgt zudem für die rechtliche Gültigkeit aller hinterlegten Vollmachten und informiert die Nutzer über nötige Anpassungen bei Gesetzesänderungen.

Chancen bei zunehmender Digitalisierung

Durch die zunehmende Digitalisierung werden künftig immer mehr digitale Daten anfallen, die geordnet, gespeichert und verwaltet werden müssen. Und auch die Möglichkeit der Verwaltung des digitalen Nachlasses wird dabei an Bedeutung gewinnen.

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